Auf dieser Seite versorgen wir Sie mit Wissenswertem rund um Ihr Tier. 

Die Informationsblätter werden wir regelmäßig austauschen, so dass Ihnen stets wieder neue Informationen zur Verfügung stehen werden.

 

Informationen Ihrer Tierarztpraxis Dr. Frank Moxter zu Flohbefall

 

Zuallererst möchten wir Sie beruhigen: Flohbefall ist zwar unangenehm aber keine Katastrophe und bei gründlichem Vorgehen auch gut in Griff zu bekommen.

 

Zu erkennen ist ein Flohbefall an kleinen bräunlich-schwarzen Krümeln (Flohkot) im Fell oder der Schlafdecke ihres Tieres. Auf ein weißes Tuch gelegt und mit etwas Wasser befeuchtet, verfärbt sich Flohkot rötlich-bräunlich. Dies liegt daran, dass die blutsaugenden Flöhe das aufgenommene Blut nicht vollständig verdauen. Flohkot ist auf diese Weise leicht von normalen Schmutzkrümeln zu unterscheiden.

 

Für die Bekämpfung eines Flohbefalls ist es wichtig zu wissen, dass sich nur ca. 5 % der gesamten vorhandenen Flohpopulation am Tier aufhält. Flöhe legen ihre Eier nicht am Tier sondern in dessen Umgebung ab und dort bevorzugt in Decken, Kissen, Teppichböden, Ritzen und ähnlichen Verstecken. Somit befinden sich 95 % der Flohpoulation, vorrangig in Form der verschiedenen Flohentwicklungsstadien, in der Umgebung Ihres Tieres!

 

Für die Bekämpfung des Flohbefalls ist es daher am wichtigsten, nicht nur das Tier, sondern auch die Umgebung des Tieres zu behandeln. Waschbare Textilien, mit denen das Tier in Kontakt kommt, sollten, sofern möglich, bei mind. 60°C gewaschen werden. Bei dieser Temperatur werden sämtliche Flohstadien (Eier, Puppen, Larven und ausgewachsene Flöhe) zuverlässig abgetötet. Nicht waschbare Textilien und Teppichböden müssen gründlich gesaugt, waschbare Böden möglichst gesaugt und gründlich gewischt werden.

 

Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel gleich, da Flöhe diesen leicht wieder verlassen können.

 

In hartnäckigen Fällen können Sie die Umgebung des Tieres mit einem Umgebungsspray behandeln, welches die Flöhe und deren Entwicklungsstadien sicher unschädlich macht.

 

Die am Tier befindlichen Flöhe müssen mit einem sorgfältig auf das Tier abgestimmten Präparat abgetötet werden. Alleiniges Auskämmen und Baden des Tieres sind völlig unzureichend und können einen Flohbefall nicht beseitigen.

 

Vorsicht bei der Auswahl der zu verwendenden Präparate!

 

Mit großer Sorge beobachten wir, dass viele Tierbesitzer ohne Rücksprache mit ihrem Tierarzt ihre Tiere und die Umgebung mit freiverkäuflichen und / oder für den jeweiligen Fall (Art, Alter und Gesundheitszustand des Tieres) ungeeigneten Insektiziden behandeln und bei fehlender Wirksamkeit kurz darauf mit dem gleichen oder einem anderen Präparat nachbehandeln.

 

Hierdurch kann es zu schweren Organschäden bis hin zu tödlich endenden Vergiftungsfällen kommen!

 

Katzen dürfen z.B. nie mit einem nur für Hunde zugelassenen Präparat behandelt werden, da diese Mittel oft das für Katzen hochtoxische Permethrin enthalten.

Katzen vertragen bis auf wenige Ausnahmen auch keine ätherischen Öle!

Jungtiere, trächtige, säugende, erkrankte und ältere Tiere bedürfen einer besonders sorgfältigen Auswahl des zu verwendenden Präparates, um Organbelastungen und -schäden vorzubeugen.

 

In unserer Praxis haben wir verschiedene synthetische Insektizide als auch pflanzliche Präparate zur Verfügung, um für den jeweiligen Behandlungsfall die richtige Auswahl treffen zu können.

 

Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ihr Praxisteam der Tierarztpraxis Dr. Moxter