Auf dieser Seite versorgen wir Sie mit Wissenswertem rund um Ihr Tier. 

Die Informationsblätter werden wir regelmäßig austauschen, so dass Ihnen stets wieder neue Informationen zur Verfügung stehen werden.

Hände weg von "Wühltischwelpen"

Sehr geehrte Tierhalter,

leider viel zu oft werden auch wir in unserer Praxis mit dem Problem der sogenannten "Wühltischwelpen" konfrontiert, welche häufig illegal aus dem Ausland eingeführt , oftmals krank und da meist aus sehr zweifelhaften Zuchten stammend, auch unzureichend sozialisiert und daher häufig mit Verhaltensproblemen belastet sind.  Hierzu möchten wir Sie sensibilisieren und appellieren daran, sich vor der Neuanschaffung eines Hundes ganz gezielt über das neue Familienmitglied und dessen Herkunft zu informieren.
Nachfolgend stellen wir Ihnen die Presseinformation der Bundestierärztekammer zu diesem Thema zur Verfügung:

 

P r e s s e i n f o r m a t i o n Nr. 3/2018 der Bundestierärztekammer vom 22. März 2018

Bundestierärztekammer appelliert: Welpen sind keine Wühltischware!
(BTK/Berlin) – Anlässlich des „Tags der Welpen“ am 23. März, der ins Leben gerufen wurde, um auf die Nöte von Welpen aufmerksam zu machen, möchte die Bundestierärztekammer (BTK) zur Vorsicht beim Welpenkauf aufrufen.
Das Thema „Wühltischwelpen“ ist immer noch brisant. Über die Landesgrenzen hinweg, läuft das profitable Geschäft mit den niedlichen, aber oft infizierten oder sehr kranken Billigwelpen. Der schnelle Handel von Rassehunden über das Internet oder aus dem Kofferraum heraus boomt, denn besonders die „angesagten Modehunde“ wie Möpse, Englische und Französische Bulldoggen oder Chihuahuas sind für die illegalen Hundehändler sehr lukrativ.
Die zukünftigen Tierhalter müssen nach dem Schnäppchenkauf oftmals mit immens hohen Tierarztkosten rechnen. Denn von Parvovirose und Staupe bis hin zu Tollwut, können die kleinen Lieblinge mit einer Vielzahl von schweren Krankheiten infiziert sein. „Kaum ein Tierarzt wird nicht irgendwann in seinem Praxisalltag mit kranken Hundewelpen konfrontiert. Nach näherer Untersuchung und der Frage nach der Herkunft der Welpen, wird dann oft klar, dass es sich um sogenannte Wühltischwelpen handelt“, sagt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Diese Krankheiten haben ihren Ursprung in der nicht artgerechten Haltung und Aufzucht der Hunde. Die Welpen stammen meist aus Vermehrungszuchten aus Osteuropa, werden auf engstem Raum gehalten, sind weder geimpft noch entwurmt und werden viel zu früh von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt. „Falls Papiere vorgelegt werden, sind diese oft gefälscht und die Herkunft der Tiere ist kaum zu verfolgen“, erklärt Dr. Tiedemann.
Die Anschaffung eines Hundes sollte gründlich überlegt sein. Wenn man sich dann für einen Rassehund entscheidet, sollte man den auch nur bei einem seriösen Züchter kaufen. Dort kann man sich die Haltung anschauen, lernt das Muttertier kennen, kann den Welpen in Ruhe auswählen und hat die Gewähr, dass er gut aufgezogen und gesund ist. Außerdem warten viele tolle Hunde in den Tierheimen auf ein neues Zuhause.

 

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel: http://www.wuehltischwelpen.de/