Auf dieser Seite können Sie sich unsere für Sie auf der Seite "Rund ums Tier" durch neue Informationen  ersetzte und nun archivierte Inhalte auch weiterhin anschauen.

 

 

Hinweise zum Welpenkauf

 

Sich vor dem Kauf eines neuen Tieres exakt über dessen Bedürfnisse zu erkundigen und zu hinterfragen, ob man diesen auch vollumfänglich gerecht werden kann, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

 

Sollte die Vorentscheidung für ein Tier einer bestimmten Rasse gefallen sein, informieren Sie sich bitte an mehreren geeigneten Stellen, ob die jeweilige Rasse auch wirklich der ideale Begleiter für Sie und Ihre Familie ist. Hier gilt es u.a den Bewegungsbedarf, die Familientauglichkeit und vieles mehr zu hinterfragen. Bei Mischlingshunden ist es ebenso interessant, welche Rassen vertreten sind, denn auch beim Mischlingshund kommen z.B. die Charakterzüge der einzelnen Rassen unterschiedlich zur Ausprägung.

 

Ganz besonderes Augenmerk bitten wir bei der Auswahl einer kurzschädligen Rasse, wie z.B. Mops, französische oder englische Bulldogge, aber auch Perserkatzen mit extrem kurzen Nasen auf deren anatomische Merkmale zu legen.

 

Diese Tiere gelten aufgrund ihrer puppenartigen Kopfform zumeist als süß, neigen aber aufgrund dieser anatomische Besonderheiten oft zu gravierenden Gesundheitsstörungen, die den betroffenen Tieren nur ein Leben unter großen Leiden ermöglichen. Extrem auf Kurznasigkeit gezüchteteTiere leiden an permanenter Atemnot (zu hören an Schniefen oder Röcheln), sind bei Anstrengung kaum belastungsfähig, weisen schmerzhafte Augenerkrankungen (z.B. Bindehautentzündungen aufgrund eingerollter Augenlider und erweiterter Lidspalten), bisweilen auch Gehirnschäden aufgrund einer missgebildeten Schädeldecke sowie Hautentzündungen infolge extremer Faltenbildung in der Gesichtsregion auf.

 

Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Tier eine gut ausgeformte Nase und keine stark hervorstehenden Augen hat und dass es, auch unter Belastung, völlig problemlos (ohne Röcheln oder Schniefen) Luft bekommt. Lassen Sie sich unbedingt auch beide Elterntiere zeigen.

 

Erwerben Sie bitte kein Tier nur aus Mitleid, denn auf diese Weise werden viele Tiere „an den Mann“ gebracht und die Welpen-Verkaufs-Maschinerie läuft weiter.

 

Unseren Tieren zuliebe – tragen auch Sie mit dazu bei dass die Qualzucht unserer Haustiere endlich ein Ende hat!

 

 

Hinweise zum Erwerb von Hunden / Katzen im Ausland:

 

Über das Internet locken oft günstige Angebote für Hundewelpen aus dem Ausland. Bitte informieren Sie sich hier vorab ganz exakt über die Seriosität des Züchters.

 

Bei Hunden / Katzen, die über den Zoofachhandel vertrieben werden, sind Verhaltensstörungen und / oder mangelnde Sozialisation eigentlich schon vorprogrammiert.

 

Bitte unterbinden Sie den Handel mit den sogenannten „Wühltischwelpen“, indem Sie kein Tier unklarer Herkunft, auch nicht aus Mitleid, erwerben. Diese Tiere stammen zumeist aus dubiosen Hinterhofzuchten, sind schlecht oder gar nicht sozialisiert und oftmals auch mit gefährlichen Krankheiten, wie z.B. Parvovirose infiziert, die in schweren Fällen durchaus tödlich enden kann. Auf alle Fälle können die Behandlungskosten für so ein Tier den günstigen Anschaffungspreis schnell um ein Vielfaches übersteigen.

 

Viel zu oft werden diese Tiere auch viel zu früh vom Muttertier getrennt, wodurch neben der mangelnden Sozialisation auch die Anfälligkeit für Krankheiten enorm ansteigt.

 

Papiere für diese Tiere sind bisweilen gefälscht und in der Regel wird auch nicht darauf hingewiesen, dass für die Mitnahme nach Deutschland ein gültiger EU-Heimtierausweis erforderlich ist, das Tier gechipt sein und mit einer gültigen Tollwutimpfung versehen sein muss. Da Welpen erst ab einem Alter von 12 Wochen gegen Tollwut geimpft werden können und es 21 Tage bis zur Ausbildung eines wirksamen Impfschutzes dauert, bedeutet dies, dass Welpen frühestens ab einem Alter von 15 Wochen mit nach Deutschland gebracht werden dürfen. Andererseits ist mit großen Problemen zu rechnen, auch einem teuren Bußgeldverfahren.

 

Seien Sie auch vorsichtig bei Tieren, die in Grenznähe verkauft, deren Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt ist und bei denen die Elterntiere nicht vorgestellt werden können. Achten Sie hier unbedingt auf den gültigen EU- Heimtierausweis, Alter und gültige Tollwutimpfung des Tieres.

 

 

Wir haben diese, teils etwas drastisch klingenden Hinweise auf unserer Homepage aufgenommen, weil wir in unserer Praxis leider noch viel zu viele Tiere aus oben genannten Problemzuchten behandeln müssen und uns diese Fälle jedesmal erneut weh tun.
Bitte tragen Sie mit dem Erwerb Ihres neuen Familienmitglieds auch ein Stück dazu bei, dass die oben genannten unkritischen Vermehrungszuchten nicht weiter durch den Kauf neuer Tiere unterstützt werden.

 

Wir wünschen Ihnen nun viel Freude mit Ihrem Tier!

 



Streusalz ist Gift für unsere Hunde

 

 

 

Für viele unserer Hunde wird das Gassigehen im Winter zu einer einzigen Tortur. Denn aggressives Streusalz, scharfer Rollsplitt und Eiskristalle lassen die Hundepfoten wund werden, so dass ein Weiterlaufen oft nur noch unter Schmerzen möglich ist.

 

Streusalz führt zur Austrocknung und starken Reizung der ohnehin im Winter stark beanspruchten Sohlenballenhaut. Bei Pfützenbildung kann die aggressive Salzlauge dann bis tief in die Zwischenzehenräume eindringen. Die Pfotenhaut wird gereizt und rötet sich, es können sich Risse in der Haut bilden, die durch scharfen Rollsplitt oder Eiskristalle noch verschlimmert werden. In diese Risse kann dann das aggressive Streusalz noch tiefer eindringen und so die empfindliche Sohlenhaut weiter schädigen. Ein richtiger Teufelskreis entsteht und mit jedem neuen Spaziergang auf salzbelasteten Wegen wird das Problem verstärkt, bis sich hochgradige Entzündungen und Wunden bilden können. Wenn die Pfoten dann ständig wieder der Belastung durch Streusalz ausgesetzt sind, kann aufgrund der andauernden Reizung und Schädigung der Haut keine Heilung stattfinden. Das Tier leidet weiter.
Viel zu oft wird vergessen, dass unsere Hunde keine schützenden Schuhe tragen wie wir ( aber wie oft wird für den Schutz des eigenen Autos dagegen die Waschstraße aufgesucht, um das aggressive Salz wieder abzuwaschen….)

 


Doch Streusalz birgt noch eine andere gefährliche Gefahr:
Durch das Ablecken des Streusalzes von den Pfoten und auch durch Aufnahme des Salzes von der Straße kann sich die empfindliche Magenschleimhaut des Tieres stark entzünden, da Salz stark reizend auf alle Schleimhäute und Gewebe wirkt. Diese Entzündung führt dann zur sogenannten Schnee-Gastritis, welche zu starken Bauchschmerzen bis hin zu heftigen und oftmals sogar blutigen Brechdurchfällen führen kann. Es gibt sogar Streusalz, welches mit hochgiftigem Frostschutzmittel versetzt ist!
Die durch Streusalz verursachten blutigen Brechdurchfälle sind leider keine Einzelfälle sondern kommen im Winter viel zu häufig vor. Es bedarf gewiss keiner großen Vorstellungskraft sich vor Augen zu führen, welche starken Schmerzen und Schäden hiermit für das Tier verbunden sind, wenn die Schleimhaut so stark geschädigt ist, dass es zu stärkeren Blutungen in den Magen- und Darmkanal kommt.

 

Umso wichtiger ist es, sich dieser Problematik bewusst zu werden:

 

  • Meiden Sie beim Gassi gehen mit Ihrem Hund   streusalzbelastete Wege so weit wie nur irgendwie möglich.
  • Sensibilisieren Sie auch Ihre Mitmenschen über diese Problematik, und versuchen Sie auch möglichst selbst, weitestgehend auf den Gebrauch von Streusalz zu verzichten.
  • Zum Streusalz gibt es gute Alternativen z.B. aus Blähton, die die empfindlichen Hundepfoten nicht reizen und auch nicht so scharfkantig wie Split sind. Vor unserer Praxis kommt beispielsweise nur bei extremem Glatteis Streusalz zum Einsatz, ansonsten streuen wir mit einem umwelt- und tierfreundlichen Präparat aus Blähton (Liapor). Sicher, der Schnee taut dadurch nicht so schnell wie bei Salzeinsatz auf und es sieht vielleicht nicht ganz so schick aus „wie nebenan“, aber der Schutz unserer Tiere und unserer Umwelt liegt uns stärker am Herzen. Und die Sicherheit vor Glätte ist durch den Einsatz der vulkanischen Produkte mindestens genauso gut wie bei Salz, zumal sich auf gelaugten Wegen Matsch bildet und dieser bei entsprechender Kälte auch recht schnell wieder gefrieren kann.
    Festes Streumaterial bietet jedoch stets Halt unter den Füßen.
  • Sollte es sich dennoch nicht vermeiden lassen, dass Ihr Tier mit salzbelasteten Wegen in Berührung kommt, waschen Sie nach jedem Spaziergang die Hundepfoten mit warmem Wasser ab und pflegen Sie sie mit einem milden Pflegebalsam auf natürlicher Basis (keine Substanzen auf Mineralölbasis, keine parfümierten Cremes).
  • Eine gute Alternative zum Schutz der Hundepfoten beim Laufen auf streusalzbelasteten Wegen stellt auch das Tragen von Pfotenschutzschuhen dar.

In unserer Praxis beraten wir Sie gern zu diesem Thema und bieten Ihnen bei Bedarf entsprechende Pfotenschutzsalben oder auch Pfotenschutzschuhe an.

 

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Hitzschlag im Auto -- eine immer noch unterschätzte Gefahr

Den Hund im Sommer mal schnell im Auto lassen? Vorsicht, denn dies kann für Ihren vierbeinigen Liebling 
lebensgefährliche Folgen haben, selbst
wenn man "nur ganz schnell " etwas erledigen möchte. Denn bei direkter Sonneneinstrahlung und fehlender Belüftung erhöht sich die Innentemperatur im Auto schon innerhalb einer
halben Stunde um 16°C
(Grundstein et al., 2010). Auch wenn dies erst einmal nicht so viel klingt, werden hier aus 26°C dann 42°C und es werden ganz schnell lebensgefährlich Temperaturen im Fahrzeug
erreicht! Selbst einen Spalt
weit oder auch halb geöffnete Fenster helfen hier keinesfalls weiter, denn der
Luftaustausch bleibt trotzdem dennoch viel zu gering, um
Schäden zu vermeiden.
Unbedingt beachten muss man, dass sich die
Oberflächen im Auto zusätzlich aufheizen und so den Hitzeeffekt verstärken. Der Hund versucht, diese Hitze durch verstärktes Hecheln auszugleichen.
Doch hier vergrößert sich das Problem nur, denn aufgrund
der durch das Hecheln verbundenen Erhöhung
der Luftfeuchtigkeit entsteht
im Auto ein starker Treibhauseffekt, wodurch der Hund noch zusätzlich belastet wird. Durch noch stärkeres Hecheln des geplagten Tieres erhöht sich der Treibhauseffekt weiter
und die Gefahr eines Kreislaufkollapses
steigt für das Tier dramatisch an.
Beachten muss man auch, dass alle
kurzschädligen Rassen stark verengte Nasengänge besitzen und hierdurch noch viel schneller unter Hitzestress leiden. Bitte unterschätzen Sie die Gefahr durch die Hitze im Auto nie, denn auch wenn es draußen "nur angenehm"
warm ist, kann der Innenraum des
geparkten Autos ganz schnell zu einer tödlichen Falle für Ihr Tier werden. Und auch, wenn noch keine lebensgefährlichen Zustände erreicht werden, sollte man sich stets der Qualen
und des Leidens eines sich in einem
sich schnell aufheizenden Auto befindlichen Tieres bewusst sein. Ihre Tierarztpraxis Dr. med. vet. Frank Moxter

 

 

Hände weg von "Wühltischwelpen"

Sehr geehrte Tierhalter,

leider viel zu oft werden auch wir in unserer Praxis mit dem Problem der sogenannten "Wühltischwelpen" konfrontiert, welche häufig illegal aus dem Ausland eingeführt , oftmals krank und da meist aus sehr zweifelhaften Zuchten stammend, auch unzureichend sozialisiert und daher häufig mit Verhaltensproblemen belastet sind.  Hierzu möchten wir Sie sensibilisieren und appellieren daran, sich vor der Neuanschaffung eines Hundes ganz gezielt über das neue Familienmitglied und dessen Herkunft zu informieren.
Nachfolgend stellen wir Ihnen die Presseinformation der Bundestierärztekammer zu diesem Thema zur Verfügung:

 

P r e s s e i n f o r m a t i o n Nr. 3/2018 der Bundestierärztekammer vom 22. März 2018

Bundestierärztekammer appelliert: Welpen sind keine Wühltischware!
(BTK/Berlin) – Anlässlich des „Tags der Welpen“ am 23. März, der ins Leben gerufen wurde, um auf die Nöte von Welpen aufmerksam zu machen, möchte die Bundestierärztekammer (BTK) zur Vorsicht beim Welpenkauf aufrufen.
Das Thema „Wühltischwelpen“ ist immer noch brisant. Über die Landesgrenzen hinweg, läuft das profitable Geschäft mit den niedlichen, aber oft infizierten oder sehr kranken Billigwelpen. Der schnelle Handel von Rassehunden über das Internet oder aus dem Kofferraum heraus boomt, denn besonders die „angesagten Modehunde“ wie Möpse, Englische und Französische Bulldoggen oder Chihuahuas sind für die illegalen Hundehändler sehr lukrativ.
Die zukünftigen Tierhalter müssen nach dem Schnäppchenkauf oftmals mit immens hohen Tierarztkosten rechnen. Denn von Parvovirose und Staupe bis hin zu Tollwut, können die kleinen Lieblinge mit einer Vielzahl von schweren Krankheiten infiziert sein. „Kaum ein Tierarzt wird nicht irgendwann in seinem Praxisalltag mit kranken Hundewelpen konfrontiert. Nach näherer Untersuchung und der Frage nach der Herkunft der Welpen, wird dann oft klar, dass es sich um sogenannte Wühltischwelpen handelt“, sagt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Diese Krankheiten haben ihren Ursprung in der nicht artgerechten Haltung und Aufzucht der Hunde. Die Welpen stammen meist aus Vermehrungszuchten aus Osteuropa, werden auf engstem Raum gehalten, sind weder geimpft noch entwurmt und werden viel zu früh von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt. „Falls Papiere vorgelegt werden, sind diese oft gefälscht und die Herkunft der Tiere ist kaum zu verfolgen“, erklärt Dr. Tiedemann.
Die Anschaffung eines Hundes sollte gründlich überlegt sein. Wenn man sich dann für einen Rassehund entscheidet, sollte man den auch nur bei einem seriösen Züchter kaufen. Dort kann man sich die Haltung anschauen, lernt das Muttertier kennen, kann den Welpen in Ruhe auswählen und hat die Gewähr, dass er gut aufgezogen und gesund ist. Außerdem warten viele tolle Hunde in den Tierheimen auf ein neues Zuhause.

 

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel: http://www.wuehltischwelpen.de/

 

 

Liebe Patientenbesitzer,

nachfolgend geben wir Ihnen die aktuelle Information der Bundestierärztekammer zur Leishmaniose zur Kenntnis. Für Fragen hierzu stehen wir Ihnen in unseren Sprechstunden persönlich gern zur Verfügung.

 

PRESSEMITTEILUNG Nr. 15/2017 vom 8. September 2017

 

Leishmaniose beim Hund

Bundestierärztekammer warnt vor einer tückischen Import-Parasitose

 

 (BTK/Berlin) Nun sind die Ferien zu Ende und die reiselustigen Deutschen trudeln mit Kind und Kegel wieder in der Heimat ein. Schöne Erinnerungen bringt man mit und das eine oder andere Reisesouvenir hat man im Gepäck – leider oft eines der unangenehmen Art: Parasiten, die der mitreisende Hund sich am Urlaubsort „eingefangen“ hat. So beispielsweise Leishmanien, winzige Einzeller, die von Sandmücken der Gattung Phlebotomus mit dem Stich übertragen werden.

 

„Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine der wichtigsten aus dem Ausland importierten Parasitosen. Für den Hund ist es eine schwere Erkrankung, die häufig tödlich verläuft. Das tückische ist, dass zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit vier Wochen bis mehrere Jahre liegen können und man daher häufig keinen direkten Zusammenhang herstellen kann“, erklärt Dr. Thomas Steidl vom Ausschuss für Kleintiere der Bundestierärztekammer.

Die Leishmaniose ist an das Verbreitungsgebiet der Sandmücken gebunden, das im südlichen Europa liegt. Daher ist neben der Gefahr für mitreisende Hunde nach Süditalien, Griechenland oder Spanien die Infektionsrate bei Tierschutz-Hunden, die aus dem Süden nach Deutschland eingeführt werden, besonders hoch. Es gibt zwar inzwischen eine Impfung, doch werden damit nur Symptome reduziert, die Infektion selber lässt sich nicht verhindern. Wenn also nach einer Reise ins südliche Europa der Hund mit eher unspezifischen Symptomen wie Gewichtsverlust, Apathie, Schwäche und auffällig geschwollenen Lymphknoten dem Tierarzt vorgestellt wird, sollte immer auch an eine Leishmaniose gedacht werden. 

„Wir unterscheiden dabei zwischen der Hautleishmaniose und einer Form, bei der die inneren Bauchorgane befallen werden. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und gehen oft mit Leber- und Milzvergrößerung, Haarausfall oder Hautgeschwüren einher. Auch chronische Ekzeme und Haarausfall auf dem Nasenrücken, an den Ohrenspitzen und Brillenbildung um die Augen können auftreten. Die Tiere magern oft bis aufs Skelett ab, insgesamt kann sich der Krankheitsverlauf über Monate hinziehen, unbehandelt sterben die meisten Hunde innerhalb eines Jahres“, weiß Steidl.

Wird die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert (der Erregernachweis bzw. die Identifikation der Leishmanien-Spezies im Blut ist sehr kompliziert und nur mit speziellen Diagnostik-Methoden möglich), muss ein besonderer Behandlungsplan durch den Tierarzt erstellt werden. Eine Heilung der Leishmaniose ist allerdings nicht möglich, und es ist eine regelmäßige Überwachung und dauerhafte therapeutische Versorgung durch den Tierarzt nötig.

 

Der beste Schutz vor dieser tückischen Krankheit bleibt also die Vorbeugung: Das geht am besten mit wirksamen Repellentien, die verhindern, dass die Mücke überhaupt sticht. Geeignet sind gängige Spot-on-Präparate, die vor Reiseantritt auf die Haut des Tieres aufgetragen werden. Ganz sicher geht, wer seinen Hund jetzt zuhause lässt, denn das größte Risiko besteht im September zur Hauptflugzeit der Sandmücken.

Wichtig zu wissen: Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine Zoonose, eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit. Das Risiko einer Übertragung ist allerdings sehr gering, gefährlicher ist da schon die direkte Erreger-Übertragung durch den Mückenstich (auch hier mit wirksamem Mückenschütz vorbeugen!). Kleinkinder unter drei Jahren sollten jedoch keinen Kontakt mit Leishmaniose-positiven Hunden haben.

 

 

Informationen Ihrer Tierarztpraxis Dr. Frank Moxter zu Flohbefall

 

Zuallererst möchten wir Sie beruhigen: Flohbefall ist zwar unangenehm aber keine Katastrophe und bei gründlichem Vorgehen auch gut in Griff zu bekommen.

 

Zu erkennen ist ein Flohbefall an kleinen bräunlich-schwarzen Krümeln (Flohkot) im Fell oder der Schlafdecke ihres Tieres. Auf ein weißes Tuch gelegt und mit etwas Wasser befeuchtet, verfärbt sich Flohkot rötlich-bräunlich. Dies liegt daran, dass die blutsaugenden Flöhe das aufgenommene Blut nicht vollständig verdauen. Flohkot ist auf diese Weise leicht von normalen Schmutzkrümeln zu unterscheiden.

 

Für die Bekämpfung eines Flohbefalls ist es wichtig zu wissen, dass sich nur ca. 5 % der gesamten vorhandenen Flohpopulation am Tier aufhält. Flöhe legen ihre Eier nicht am Tier sondern in dessen Umgebung ab und dort bevorzugt in Decken, Kissen, Teppichböden, Ritzen und ähnlichen Verstecken. Somit befinden sich 95 % der Flohpoulation, vorrangig in Form der verschiedenen Flohentwicklungsstadien, in der Umgebung Ihres Tieres!

 

Für die Bekämpfung des Flohbefalls ist es daher am wichtigsten, nicht nur das Tier, sondern auch die Umgebung des Tieres zu behandeln. Waschbare Textilien, mit denen das Tier in Kontakt kommt, sollten, sofern möglich, bei mind. 60°C gewaschen werden. Bei dieser Temperatur werden sämtliche Flohstadien (Eier, Puppen, Larven und ausgewachsene Flöhe) zuverlässig abgetötet. Nicht waschbare Textilien und Teppichböden müssen gründlich gesaugt, waschbare Böden möglichst gesaugt und gründlich gewischt werden.

 

Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel gleich, da Flöhe diesen leicht wieder verlassen können.

 

In hartnäckigen Fällen können Sie die Umgebung des Tieres mit einem Umgebungsspray behandeln, welches die Flöhe und deren Entwicklungsstadien sicher unschädlich macht.

 

Die am Tier befindlichen Flöhe müssen mit einem sorgfältig auf das Tier abgestimmten Präparat abgetötet werden. Alleiniges Auskämmen und Baden des Tieres sind völlig unzureichend und können einen Flohbefall nicht beseitigen.

 

Vorsicht bei der Auswahl der zu verwendenden Präparate!

 

Mit großer Sorge beobachten wir, dass viele Tierbesitzer ohne Rücksprache mit ihrem Tierarzt ihre Tiere und die Umgebung mit freiverkäuflichen und / oder für den jeweiligen Fall (Art, Alter und Gesundheitszustand des Tieres) ungeeigneten Insektiziden behandeln und bei fehlender Wirksamkeit kurz darauf mit dem gleichen oder einem anderen Präparat nachbehandeln.

 

Hierdurch kann es zu schweren Organschäden bis hin zu tödlich endenden Vergiftungsfällen kommen!

 

Katzen dürfen z.B. nie mit einem nur für Hunde zugelassenen Präparat behandelt werden, da diese Mittel oft das für Katzen hochtoxische Permethrin enthalten.

Katzen vertragen bis auf wenige Ausnahmen auch keine ätherischen Öle!

Jungtiere, trächtige, säugende, erkrankte und ältere Tiere bedürfen einer besonders sorgfältigen Auswahl des zu verwendenden Präparates, um Organbelastungen und -schäden vorzubeugen.

 

In unserer Praxis haben wir verschiedene synthetische Insektizide als auch pflanzliche Präparate zur Verfügung, um für den jeweiligen Behandlungsfall die richtige Auswahl treffen zu können.

 

Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ihr Praxisteam der Tierarztpraxis Dr. Moxter